Die 7 wichtigsten Anlagestrategien

Sicherheitsorientiert oder spekulativ – welche Anlage passt zu Ihnen?

Wie bereits in einem vergangenen Blogbeitrag angesprochen, orientiert sich Ihr Anlagerisiko und die Dauer Ihrer Anlage vor allem an Ihren persönlichen Wünschen und Zielen. Heute möchte ich die verschiedenen Risikostufen konkretisieren und aufklären, welche Strategie für welchen Anlagenzweck am besten geeignet ist. Welche Anlagezwecke gibt es? In den nächsten Zeilen finden Sie es heraus!
Wie Ihr Kapital investiert wird, hängt stark von Ihren eigenen Zielen ab. Dabei gilt grundsätzlich: Je mehr Geld in einem kürzeren Zeitraum erwirtschaftet werden soll, desto riskanter ist die Anlage. Wie das magische Dreieck der Kapitalanlage zeigt, stehen Risiko, Liquidität und Wirtschaftlichkeit in einem ständigen Widerstreit untereinander. Die 7 großen Anlagestrategien spiegeln dieses Verhältnis wider. Welches passt am besten  zu Ihnen?

1. Liquiditätsvorsorge

Bei der Liquiditätsvorsorge wird Geld in Kapitalanlagen mit sehr geringem Risiko gesteckt. Der große Vorteil dabei ist, dass die Reserven jederzeit wieder in flüssiges Geld umgewandelt werden können. Das Anlagerisiko steigt über eine Laufzeit von 5 Jahren langsam an und bleibt anschließend gleich. Ich rate an, für den Anfang 2 bis 3 Monatseinkommen zu investieren.

2. Bildung von Rücklagen

Die Rücklagenbildung ist etwas mehr gewinnorientiert, trotzdem hält sich das Risiko (und damit auch die Gewinne) in Grenzen. In der Hauptsache sollen die Rücklagen möglichst vollständig erhalten bleiben und nebenbei ein wenig wachsen, bis sie außerhalb Ihrer Anlage wieder benötigt werden. Wie bei der Liquiditätsvorsorge steigt das Anlagerisiko über mehrere Jahre an – 7 sind es hier insgesamt. Anschließend bleibt der Risikofaktor unverändert.

3. Zielsparen

Eine Mischform, bei der die Anlage bis zu einem bestimmten Datum angelegt und anschließend ausgezahlt wird. Das Kapital – sofern es das Anlagerisiko überlebt – wird also zu einem festgelegten Zeitpunkt liquide. Je mehr Zeit zwischen der ursprünglichen Anlage und dem Auszahlungsdatum liegt, desto riskanter sind die Anlagen.

4. Vermögensaufbau

Für kurzfristige Anlagen ungeeignet. Bei dieser Anlagestrategie wird eine Balance zwischen Risiko und Gewinn auf mittlere/lange Zeit angestrebt, grundsätzlich liegt das Risiko aber höher als bei den vorherigen Anlageformen.

5. Vorsorge

Vorsorgeanlagen dienen einem sehr langfristigen Ziel und werden deshalb in der Regel in riskantere, dafür aber auch vielversprechende Anlagen investiert. Weil diese Anlageform in der Regel für die Altersvorsorge vorgesehen ist und auf lange Laufzeiten setzt, sinkt das Risiko von Kursverlusten im Verlauf der Investitionsdauer.

6. Kurzfristige Gewinnerzielung

Wenn es schnell gehen soll, fallen die Einschränkungen für das Risiko. In dieser Anlageform wird in Anlagen investiert, die hohen Schwankungen unterliegen. Ziel ist es, möglichst schnell möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.

7. Vermögenswirksame Leistungen (VL–Sparen)

Ein Großteil der VL–Anlage wird in Aktien investiert. Wie bei der kurzfristigen Gewinnerzielung unterliegt das VL-Sparen keinen Risikoeinschränkungen – bedeutet: Bei Zielerreichung locken hohe Gewinne, bei einem Kursfall der Aktien können große Teile der Anlage allerdings von jetzt auf gleich wertlos werden.
Erkennen Sie in einer dieser Strategien Ihr persönliches Anlageziel wieder?

Weitere Informationen stelle ich gerne in einem Beratungsgespräch zur Verfügung – sprechen Sie mich darauf an!

Werfen wir am Ende diese Beitrags noch einen kurzen Blick auf die besten Geldanlagen 2017:
Infografik: Die besten Geldanlagen 2017 | Statista

Haben Sie schon Erfahrungen mit Geldanlagen gemacht? In den Kommentaren würde ich mich über Ihre Geschichte freuen!

Mit den besten Grüßen aus Recklinghausen
Christian Ulrich LL.B.
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Alle meine Texte, nicht aber Bilder, stehen unter einer Creative Commons 3.0 Deutschland Lizenz.

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