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Geld­wä­sche: Nach­weis­pflicht bei Bar­ein­zah­lun­gen ab 10.000 Euro!

Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal legt neue Zah­len zur Geld­wä­sche in Deutsch­land vor – und die haben es in sich. Laut der gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­ti­on brin­gen Kri­mi­nel­le jedes Jahr bis zu 100 Mil­li­ar­den Euro in den Geld­kreis­lauf. Für den Staat, aber auch für die All­ge­mein­heit, ist das ein gigan­ti­sches Pro­blem. Immer­hin wur­den auf die­se Beträ­ge kei­ne Steu­ern gezahlt. Dar­über hin­aus klebt oft sprich­wört­lich Blut an die­sem Geld, denn gewa­sche­nes Geld kann über­all her­kom­men – von den Dro­gen­ge­schäf­ten der Mafia über ille­ga­le Müll­ver­sor­gung, Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen und die gesam­te Band­brei­te mör­de­ri­scher Netz­wer­ke.

In Deutsch­land hat­ten es zwie­lich­ti­ge Gestal­ten bis­lang ein­fach, ihre Gel­der in den Wirt­schafts­kreis­lauf ein­zu­brin­gen. Hät­ten Sie gewusst, dass man bei­spiels­wei­se bei einem Immo­bi­li­en­kauf hier­zu­lan­de in Bar bezah­len kann?

Tat­säch­lich hat sich Deutsch­land in die­ser Hin­sicht nicht gera­de mit Ruhm bekle­ckert. Han­dels­blatt erin­nert in die­sem Kon­text an den jüngs­ten Wire­card-Skan­dal, als unter den Augen der zustän­di­gen Behör­den hun­der­te Mil­li­ar­den Euro von A nach B ver­scho­ben wur­den, ohne dass jemand Alarm geschla­gen hät­te.

Neue EU-Regeln gegen Geld­wä­sche sol­len Klar­heit schaf­fen

Offen­bar sieht jetzt auch die EU in dem Pro­blem einen drin­gen­den Hand­lungs­be­darf und hat Richt­li­ni­en für ihre Mit­glieds­staa­ten auf den Weg gebracht. Deren Umset­zung erfolgt zeit­nah und betrifft in Deutsch­land gleich meh­re­re Bran­chen, in denen hohe Bar­be­trä­ge vor­her üblich waren.
Seit dem 9. August 2021 ver­langt die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin) bei Bar­ein­zah­lun­gen in Euro sowie bei Sor­ten und Edel­me­tall­an­käu­fen ab 10.000,00 Euro die Vor­la­ge eines aus­sa­ge­kräf­ti­gen Belegs als Her­kunfts­nach­weis über den Ein­zah­lungs­be­trag.

Bei Ein­zah­lun­gen an Ein­zah­lungs­au­to­ma­ten ab 10.000,00 Euro ist ein aus­sa­ge­kräf­ti­ger Her­kunfts­nach­weis inner­halb von 30 Tagen unter Anga­be Ihres Namens, dem Datum der Ein­zah­lung und der Num­mer des Ein­zah­lungs­kon­tos ein­zu­rei­chen.

Geeig­ne­te Bele­ge kön­nen nach Aus­kunft der BaFin ins­be­son­de­re sein:

  1. ein aktu­el­ler Kon­to­aus­zug bzgl. Ihres Kon­tos bei einer ande­ren Bank
  2. Bar­aus­zah­lungs­quit­tun­gen einer ande­ren Bank oder Spar­kas­se
  3. Ihr Spar­buch, aus dem die Bar­aus­zah­lung her­vor­geht
  4. Ver­kaufs- und Rech­nungs­be­le­ge (z. B. Bele­ge zu einem Auto- oder Edel­me­tall­ver­kauf)
  5. Quit­tun­gen getä­tig­ter Sor­ten­ge­schäf­te
  6. letzt­wil­li­ge vom Nach­lass­ge­richt eröff­ne­te Ver­fü­gun­gen, Erb­schein oder ähn­li­che Erb­nach­wei­se
  7. Schen­kungs­ver­trä­ge oder Schen­kungs­an­zei­gen

Bei bestimm­ten Kun­den­grup­pen, bei denen regel­mä­ßig höhe­re Bar­trans­ak­tio­nen zum Geschäfts­mo­dell gehö­ren (z.B. Ein­zel­han­del), kann von die­sem Grund­satz abge­wi­chen wer­den.
Grund­sätz­lich gilt, dass Kre­dit­in­sti­tu­te im Fal­le von feh­len­den oder nicht aus­rei­chen­den Nach­wei­sen die Mel­de­ver­pflich­tun­gen des Geld­wä­sche­ge­set­zes, ins­be­son­de­re nach § 43 Geld­wä­sche­ge­setz, zu beach­ten haben. Die­se Regeln gel­ten selbst­ver­ständ­lich auch für mich!

Fazit

Es darf mit Span­nung erwar­tet wer­den, ob die neu­es­ten Zah­len von Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal ein aus­rei­chen­der Weck­ruf waren, um den enor­men Kreis­lauf ille­ga­ler Gel­der in Deutsch­land end­lich zu unter­bre­chen.

Für wei­te­re Fra­gen hin­ter­las­sen Sie mir bit­te am Ende des Bei­trags einen Kom­men­tar oder Sie ver­ein­ba­ren direkt ein kos­ten­frei­es Erst­ge­spräch. Alter­na­tiv kön­nen Sie sich per Direkt­nach­richt (oder Mit­tels Kon­takt­for­mu­lar) mit mir in Ver­bin­dung set­zen.

In jedem Fall erhal­ten Sie schnellst mög­lich eine Ant­wort von mir.

Mit den bes­ten Grü­ßen
Chris­ti­an Ulrich LL.B., M.A.

Tags: 10.000 Euro, BaFin, Barzahlungen, Geldwäsche, Geldwäschegesetz, GwG, Meldepflicht, Transparency International, Wirecard

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