Glücklich und unbeschwert ins eigene Heim: 5 Tipps für junge Ehepaare!

Das Eigenheim kann eine dunkle Wolke über das neue Eheglück bringen

Es scheint, als wäre alles perfekt. Das gemeinsame Leben soll in den eigenen Wänden aufblühen – Träume, Hoffnungen und Wünsche scheinen in greifbarer Nähe zu sein. Der Blick durch die rosa Brille lässt uns aber viele Schattenseiten übersehen. Wer kennt das Zitat nicht: “Ein Mann muss drei Dinge im Leben tun: Ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen.”  Gerade beim Haus kann allerdings so einiges schief gehen: Heute beleuchte ich gängige Fehler bei der Baufinanzierung und wie junge Paare sie vermeiden können.

1. Die Zukunftsplanung nicht im Blick behalten

Ein Immobiliendarlehen kann über mehrere Jahrzehnte laufen. Ohne Kristallkugel können gerade junge Menschen da nur schwer vorhersehen, wie stabil ihre finanzielle Lage über die nächsten Jahre wirklich bleiben kann. Wer beispielsweise ein Kind erwartet, kann recht schnell mit erheblich weniger Einkommen dastehen. Böse Überraschungen müssen einkalkuliert werden und man sollte sich dagegen entsprechend absichern.

2. Keine Rücklagen oder Eigenkapital

Wer sich den eigenen Haushalt schön rechnet, sitzt ganz schnell in der finanziellen Falle! Man sieht zunächst nur die Zahlen, die just auf einen zukommen. Bloß was ist, wenn die Heizung – und das natürlich im Winter – kaputt geht? Kuscheln Sie sich dann gemeinsam unter eine Decke? So romantisch der Gedanke ist, den aktuellen Lebensstandard mag er jedoch nicht ablösen. Früher oder später muss die Reparatur bezahlt werden – ohne ein solides Rücklagenpolster kann Ihnen das ordentlich den Hals zuschnüren!
Leider wird allzu oft vergessen, dass auch die Immobilie mit der Zeit altert und nicht nur Schönheitsmaßnahmen fällig werden. Legen Sie frühzeitig Geld für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen – beispielsweise in Form eines Investment–Sparplans – zurück.

Ein weitere potentielle “Genickbruch–Gefahr” liegt bei einem zu geringen Eigenkapitalanteil. Geheiratet und jetzt muss auf Teufel komm raus ein Eigenheim her – bitte lassen Sie sich bei dieser Entscheidung nicht von Emotionen lenken! Sie sind jetzt nicht mehr nur auf sich alleine gestellt. Stellen Sie sicher, dass das Risiko, den Kredit nicht zurückzahlen zu können, möglichst gering gehalten wird. Ihre Lebensumstände können sich jederzeit ändern.

3. Bausparen

Sie haben sicher im Umkreis den einen oder anderen Bekannten, der auf das Bausparen schwört. Reflektieren Sie das Bausparen für sich! Denn von Freunden und Bekannten hört man meist nur: “Bausparen – das sicherste, was du machen kannst. Du musst unbedingt für dein Kind einen Bausparvertrag machen! Je früher desto besser.” Sie springen vermutlich nicht von der Brücke, nur weil jemand Ihnen dazu geraten hat. Bausparen hat erhebliche Schattenseiten. Mit diesen Nachteilen sollten Sie sich unbedingt auseinandersetzen. Ein Bauspardarlehen muss z.B. in viel kürzerer Zeit getilgt werden als ein Hypothekendarlehen und von einer Rendite können Sie hier nur Träumen. Es gibt Möglichkeiten, die um einiges rentabler für Sie als Ehepartner sein können.

4. Zu niedrige Tilgung gewählt!

Damit Ehepartner sich auch mal etwas gönnen können, wird meist eine zu niedrige Tilgung gewählt. Wie hoch der Tilgungssatz konkret sein sollte, ergibt sich aus dem Zeitraum, in dem das Darlehen abbezahlt werden soll. In der Regel sollte dies spätestens bei Eintritt in den Ruhestand der Fall sein. Man möchte doch die Schulden aus der Finanzierung nicht den Kindern vererben, oder? Machen Sie sich hier gemeinsam Gedanken, bis wann das Eigenheim abgezahlt werden soll. Genießen Sie später dann den Herbst des Lebens unbeschwert.

5. Falsche oder fehlende Risikoabsicherung

Natürlich gibt es einige sachliche Themen, die nicht selten bei der Hochzeitsplanung übersehen werden. Wer denkt schon beispielsweise bei der Hochzeitstortenauswahl an Krankheiten? Sich in dieser schönen Phase mit unangenehmen Dingen zu beschäftigen macht einfach keinen Spaß. Zukünftige Lebenspartner sollten sich aber davor nicht verschließen. Es heißt ja auch: “… in guten wie in schlechten Zeiten!” Es gibt Möglichkeiten, die schlechten Zeiten – wenigstens in finanzieller Hinsicht – nicht allzu schlimm werden zu lassen. Das Leben ist, wie es ist – unberechenbar! Deshalb ist es elementar, sich über den individuellen (Einkommens-) Schutz Gedanken zu machen. Krankenabsicherung und Hinterbliebenenvorsorge sind hierbei unumgängliche Themen. Denn fällt ein Partner beispielsweise krankheitsbedingt aus und erhält auch kein Krankengeld mehr, wird die Luft dünn und eine Rückzahlung ist gefährdet. Das muss nicht sein!

Fazit

Nach der Hochzeit kann das gemeinsame Glück beginnen. Aber das Glück kann schnell durch den Ernst des Lebens getrübt werden. Werden die sachlichen und unangenehmen Dinge im Leben aufgeschoben oder ausgeblendet, kann das erhebliche Folgen haben. Finanzielle Not schlägt sich auf die Beziehung nieder und kann eine Gefahr für eine Ehe sein. Gerade mit dem Kauf eines Eigenheims eröffnen sich viele Fallgruben für eine finanzielle Not. Hier gilt es, diese Fallgruben schon im Vorhinein zu eliminieren! Dann steht dem Glück nichts mehr im Wege.

Hat das Thema Ihr Interesse geweckt? Dann verschafft Ihnen dieser Artikel einen tieferen Einblick.

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Mit den besten Grüßen aus Recklinghausen
Christian Ulrich LL.B.

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