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Herz­in­farkt: Wie aus hei­te­rem Him­mel getrof­fen!

4 Kommentare

Der Herz­in­farkt – auch Myo­kard­in­farkt genannt – ist eine ech­te Volks­krank­heit und domi­niert seit Jahr­zehn­ten die Ster­be­sta­tis­ti­ken des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts. Häu­fig tritt er ohne Vor­war­nung ein und muss sofort behan­delt wer­den.

Unter den Todes­fäl­len durch Herz-Kreis­lauf­erkran­kun­gen ran­giert der Herz­in­farkt (2016 mit 48.669 Ver­stor­be­nen auf Platz 2). Für 2017 führt das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt den Myo­kard­in­farkt als geson­der­te Todes­ur­sa­che auf. Dort schlägt er mit 50.948 Opfern zu Buche – noch mehr als im Vor­jahr. Zusam­men mit Krank­hei­ten des Kreis­lauf­sys­tems wie dem Schlag­an­fall und Krebs­er­kran­kun­gen sind Herz­in­fark­te damit unter den 10 häu­figs­ten Todes­ur­sa­chen in Deutsch­land. Herz­in­fark­te, die nicht zum Tod füh­ren, bedeu­ten für die Betrof­fe­nen oft einen erheb­li­chen Ein­schnitt. Viel­mals geht dabei die beruf­li­che Per­spek­ti­ve ver­lo­ren, etwa wenn Betrof­fe­ne durch den Infarkt lang­fris­tig oder per­ma­nent arbeits­un­fä­hig wer­den.

Zwar kann sich ein Myo­kard­in­farkt schmerz­los abspie­len, in der Regel tre­ten aller­dings ein­deu­ti­ge Sym­pto­me auf. Dazu zäh­len Schmer­zen und ein Gefühl, der Brust­korb wäre ein­ge­schnürt. Aus­strah­len­de Schmer­zen betref­fen häu­fig Rücken, Hals und spe­zi­ell den lin­ken Arm. Atem­not ist dar­über hin­aus ein häu­fi­ges Pro­blem.

Wenn die Durch­blu­tung im Herz gestört ist, begin­nen die Zel­len des Herz­mus­kels nach etwa 4 Stun­den abzu­ster­ben. Wie bei einem Schlag­an­fall ist schnel­le Hil­fe in die­sem Fall lebens­wich­tig.

Vor­sor­ge: Was kann man tun?

Herz­in­fark­te haben vie­le Aus­lö­ser und sind häu­fig mit hohem Blut­druck durch Stress oder Wut ver­bun­den. Wer etwa durch den Beruf stän­dig hohem Stress aus­ge­setzt ist, hat schon dadurch ein höhe­res Infarkt­ri­si­ko. Dar­über hin­aus gel­ten Tabak­kon­sum, und Über­ge­wicht als wich­ti­ge Risi­ko­fak­to­ren, aber auch über­mä­ßi­ger Kon­sum von Alko­hol. Ein gesun­der Lebens­wan­del und die Ver­mei­dung von Stress kön­nen das Risi­ko daher erheb­lich sen­ken. Im Fall von schlecht gehand­hab­ter Wut kann ein Anti-Aggres­si­ons-Trai­ning in Betracht gezo­gen wer­den.

Wenn es aber nun zum worst case kommt, ist gute Vor­sor­ge unab­ding­bar. Herz­in­fark­te sind ein The­ma, mit dem sich nie­mand ger­ne befasst. Trotz­dem soll­ten Sie vor­be­rei­tet sein auf eine mög­li­cher­wei­se sehr lan­ge Zeit ohne Ein­kom­men. Bevor der Myo­kard­in­farkt Zukunfts­plä­ne dau­er­haft zer­stö­ren kann, lohnt sich des­halb ein Blick ins­be­son­de­re auf Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen. Die­se sind eine rein pri­va­te Ange­le­gen­heit und kön­nen daher ent­spre­chend frus­trie­rend sein. Ein wich­ti­ger Fak­tor ist hier unter ande­rem, dass Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten bei BUs recht wäh­le­risch sind, denn eine lebens­lan­ge Ren­te auf­grund einer schwe­ren Erkran­kung kann den Ver­si­che­rer viel Geld kos­ten. Außer­dem ver­ste­cken sich in den Ver­trä­gen bis­wei­len klug for­mu­lier­te Flos­keln, mit denen Ihr Ver­trags­part­ner die Aus­zah­lung der BU auf Jah­re hin­aus­zö­gern kann.

Eine BU ist oft sinn­voll, über­schat­tet aller­dings in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on eine wenig beach­te­te Ver­si­che­rung bei schwe­rer Krank­heit: Die Dread Dise­a­se. Dabei han­delt es sich um eine Ver­si­che­rung, deren Gesamt­sum­me im Krank­heits­fall ein­ma­lig aus­ge­schüt­tet wird. Das kann beson­ders dann hilf­reich sein, wenn die Berufs­un­fä­hig­keit nur vor­über­ge­hend ist und Sie über die Dau­er der The­ra­pie ein finan­zi­el­les Pols­ter benö­ti­gen. Die Aus­zah­lung erfolgt zudem meist schnel­ler als bei einer BU, was im aku­ten Not­fall äußerst hilf­reich ist.

Für wei­te­re Fra­gen hin­ter­las­sen Sie mir bit­te am Ende des Bei­trags einen Kom­men­tar oder Sie ver­ein­ba­ren direkt ein kos­ten­frei­es Erst­ge­spräch. Alter­na­tiv kön­nen Sie sich per Direkt­nach­richt (oder Mit­tels Kon­takt­for­mu­lar) mit mir in Ver­bin­dung set­zen.

In jedem Fall erhal­ten Sie schnellst mög­lich eine Ant­wort von mir.

Mit den bes­ten Grü­ßen
Chris­ti­an Ulrich LL.B., M.A.

Tags: Berufsunfähigkeit, Einkommensabsicherung, Herzinfarkt, Myokardinfarkt, Risikovorsorge, Schlaganfall, Schwere Krankheiten

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Thomas Karbowski
    November 1, 2021 4:57 p.m.

    Scha­de zu hören, dass Herz­in­fark­te zusam­men mit Krank­hei­ten des Kreis­lauf­sys­tems wie dem Schlag­an­fall und Krebs­er­kran­kun­gen unter den 10 häu­figs­ten Todes­ur­sa­chen in Deutsch­land sind. Mein Onkel wuss­te nicht, dass Herz­in­fark­te in Deutsch­land der­art oft vor­kom­men. Er wird sich nun extra Mühe geben, um sich vor einem Herz­in­farkt zu schüt­zen.

    Antworten
  • Martin Lobinger
    Juni 7, 2021 10:44 p.m.

    Scha­de zu hören, dass die beruf­li­che Per­spek­ti­ve mit einem Herz­in­farkt oft ver­lo­ren geht. Mein Onkel weiß, dass er erb­lich bedingt eine hohe Wahr­schein­lich­keit des Ein­tritts eines Herz­in­fark­tes in sich trägt. Er hat vor­sorg­li­che Maß­nah­men getrof­fen, um sei­ne beruf­li­che Tätig­keit zu bewah­ren.

    Antworten
    • Hal­lo Herr Lobin­ger!

      Vie­len Dank für Ihre Nach­richt.

      Sie haben Ihr Fazit rela­tiv nüch­tern betrach­tet beschrie­ben; aber so wird es in den über­wie­gen­den Fäl­len wohl sein, wenn die wirt­schaft­li­che Back­ground fehlt.
      Vor­sor­gen ist bes­ser als nach­se­hen.

      Bes­te Grü­ße
      Chris­ti­an Ulrich

      Antworten

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