Geldanlagen

Invest­ment­news: Kapi­tal­markt­aus­blick 2022!

Die von den Regie­run­gen und Noten­ban­ken auf­ge­leg­ten gigan­ti­schen Hilfs­pro­gram­me, mit denen die Coro­na­kri­se bes­ser bewäl­tigt wer­den soll, sorg­ten ver­gan­ge­nes Jahr für extrem nied­ri­ge Zin­sen bei Anlei­hen und hal­fen, die Akti­en­bör­sen auf immer neue Rekord­ni­veaus zu trei­ben. Auf dem Weg aus der Pan­de­mie trifft eine stark anzie­hen­de Güter­nach­fra­ge auf ein Ange­bot, das bei wei­tem nicht Schritt hal­ten kann. Der Grund hier­für sind gestör­te Lie­fer­ket­ten und Kapa­zi­täts­eng­päs­se in bis­her unge­kann­ten Aus­ma­ßen, wodurch die Prei­se stark anzie­hen. Vie­les deu­tet dar­auf hin, dass die Infla­ti­on stär­ker stei­gen wird als bis­her ange­nom­men. Dadurch hat der Druck auf die Noten­ban­ken zuge­nom­men, aus der ultra­lo­cke­ren Geld­po­li­tik aus­zu­stei­gen und die Leit­zin­sen anzu­he­ben. Denn höhe­re Zin­sen wer­den als Mit­tel gegen zu star­ke Teue­rungs­ra­ten ange­se­hen. Die US-Noten­bank hat ent­spre­chen­de Schrit­te bereits ange­kün­digt. Einer­seits hat die­se geld­po­li­ti­sche Zei­ten­wen­de bereits zu einem aus­ge­präg­ten Favo­ri­ten­wech­sel an den Kapi­tal­märk­ten geführt, ande­rer­seits bleibt man­ches beim Alten: Die Real­zin­sen, bei denen es sich um die Leit­zin­sen abzüg­lich der Infla­ti­on han­delt, dürf­ten z. B. noch lan­ge nega­tiv blei­ben. Bar­ver­mö­gen ver­lie­ren dadurch trotz höhe­rer Leit­zin­sen wei­ter an Wert. Sach­wer­te – ins­be­son­de­re Akti­en­an­la­gen – dürf­ten die meis­ten Anle­ger hin­ge­gen wei­ter­hin als den wich­tigs­ten Bau­stein der Geld­an­la­ge erach­ten.

Kapi­tal­markt­rück­blick 2021

Rekord-Akti­en­jahr stellt hohe Infla­ti­on in den Schat­ten

Die Kern­aus­sa­ge unse­res letz­ten Jah­res­aus­blicks bewahr­hei­te­te sich: Ohne Akti­en war es 2021 schwer mit der Geld­an­la­ge. Ins­ge­samt lie­fer­ten die glo­ba­len Akti­en­märk­te (+31,1 %) den höchs­ten Jah­res­zu­wachs in 15 Jah­ren – trotz der Coro­na­Dau­er­schlei­fe. Nur Kryp­to­wäh­run­gen wie Ether (+418,5 %), Ener­gie-Roh­stof­fe wie Öl (+78,1 %) und Indus­trie­me­tal­le wie Kup­fer (+35,6 %) leg­ten stär­ker zu. Ver­zins­li­che Wert­pa­pie­re (Glo­ba­le Anlei­hen: +0,2 %) und Edel­me­tal­le (Gold in Euro: +3,0 %) lit­ten dage­gen unter den gestie­ge­nen Zins­er­war­tun­gen. Die Infla­ti­ons­ra­te stieg u. a. durch Lie­fer­eng­päs­se und zuneh­men­de Ener­gie­kos­ten auf ein 30-Jah­res­Hoch von 5 %, was die Kauf­kraft von 2,5 Bil­lio­nen Euro deut­scher Spar­an­la­gen kräf­tig ero­die­ren ließ. Indus­trie­län­der-Akti­en (+31,1 %) leg­ten deut­lich zu, wobei sich wert­hal­ti­ge und Wachs­tums­wer­te auf Jah­res­sicht ähn­lich ent­wi­ckel­ten. US-Akti­en (+37,9 %) waren die Gewin­ner an den Akti­en­märk­ten. Aus­ge­stat­tet mit Erspar­nis­sen in Rekord­hö­he inves­tier­ten US-Pri­vat­an­le­ger in nie dage­we­se­nem Maße in Akti­en. Vor allem US-Bör­sen­gi­gan­ten wie Apple, Micro­soft und Alpha­bet, die vom glo­ba­len Online-Trend pro­fi­tier­ten, trie­ben die Akti­en­märk­te an. Euro­päi­sche Akti­en pro­fi­tier­ten ins­be­son­de­re im ers­ten Halb­jahr von der wirt­schaft­li­chen Dyna­mik. Im zwei­ten Halb­jahr dämpf­ten hier die Sor­gen um Chi­nas Kon­junk­tur sowie die Coro­na-Muta­tio­nen Del­ta und Omi­kron den Aus­blick für export­ori­en­tier­te euro­päi­sche Akti­en. Für Schwel­len­län­der­ti­tel – die zu den Gewin­nern des Jah­res 2020 gehör­ten – war 2021 schwie­rig (+4,9 %). Chi­nas Poli­tik zur Bekämp­fung der Ungleich­heit führ­te zu staat­li­chen Ein­grif­fen in diver­sen Bran­chen, z. B. im Tech­no­lo­gie- oder Bil­dungs­sek­tor und ver­schreck­te dadurch vie­le aus­län­di­sche Inves­to­ren. Die Rück­kehr der Infla­ti­on und das erwar­te­te Han­deln der Noten­ban­ken könn­te das Ende des 40-jäh­ri­gen Anlei­he-Bul­len­markts ein­läu­ten. Die Aus­sicht auf Zins­er­hö­hun­gen und das Ende des Anlei­he­kauf­pro­gramms der US-Noten­bank Fed führ­ten welt­weit bereits zu Kurs­ver­lus­ten bei Anlei­hen z. B. ‑2,9 % im Euro­raum. Nur unter Inkauf­nah­me höhe­rer Risi­ken z. B. bei Hochz­ins­an­lei­hen (+4,2 %) oder durch Fremd­wäh­rungs­in­vest­ments in US-Dol­lar (+7,6 %) konn­ten Wert­zu­wäch­se erzielt wer­den. Erst­mals seit 2016 erreich­ten Roh­stof­fe zwei­stel­li­ge pro­zen­tua­le Wert­zu­wäch­se. Die Auf­he­bung der strik­ten Lock­down-Maß­nah­men ließ die Ener­gie­nach­fra­ge explo­die­ren. Der Ölpreis stieg um +78,1 %. Auch Metal­le wie Lithi­um (+483,0 %), die für den Aus­bau grü­ner Ener­gie und Mobi­li­tät benö­tigt wer­den, klet­ter­ten deut­lich. Die siche­ren Häfen Gold (+3,0 %) und Sil­ber (-5,6 %) stan­den bei stei­gen­den Akti­en­kur­sen und Zin­sen nicht im Fokus der Anle­ger.

Kapi­tal­markt­aus­blick 2022

Geld­po­li­tik läu­tet Zei­ten­wen­de ein

Das Jahr 2021 war von einer mas­si­ven wirt­schaft­li­chen Erho­lung geprägt. Vor­läu­fi­ge Schät­zun­gen legen nahe, dass die Welt­wirt­schaft mit knapp 6 % stär­ker wuchs als Anfang des Jah­res erhofft. Dadurch wur­de der durch das Coro­na-Virus beding­te Ein­bruch (-3,1 %) des Jah­res 2020 in nur einem Jahr mehr als auf­ge­holt.

Welt­wirt­schaft

Die Erho­lung, zu der die USA und Chi­na bis­lang am meis­ten bei­tru­gen, wird sich 2022 fort­set­zen. Getra­gen wird die­se Ent­wick­lung von fis­ka­li­schen Maß­nah­men der Regie­run­gen, dem Wie­der­öff­nen stark von der Pan­de­mie getrof­fe­ner Bran­chen sowie vom struk­tu­rel­len Wan­del, etwa durch die fort­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung sowie die Umstel­lung auf eine kli­ma­freund­li­che­re Wirt­schaft. Die Rück­kehr zur wirt­schaft­li­chen Nor­ma­li­tät ist in vol­lem Gan­ge. Auf­grund der zuneh­men­den Immu­ni­sie­rung der Welt­be­völ­ke­rung (Genesenen‑, Impf­quo­ten sowie ange­pass­te Vak­zi­ne) scheint das voll­stän­di­ge Wie­der­öff­nen – trotz Omi­kron – nur eine Fra­ge der Zeit. Die­se Annah­me spie­gelt sich auch in den Erwar­tun­gen an ein Gewinn­wachs­tum von rund 8 % bei den größ­ten Akti­en­un­ter­neh­men aus den USA und Euro­pa wider. Die Stim­mung sowie das Basis­sze­na­rio sind daher vor­sich­tig opti­mis­tisch. Einer­seits unter­stüt­zen Staa­ten – beson­ders Indus­trie­län­der – pri­va­te Haus­hal­te und Unter­neh­men wei­ter mit Hilfs­gel­dern, z. B. Kurz­ar­bei­ter­geld. Hin­zu kommt die finan­zi­el­le För­de­rung zu „nach­hal­ti­ge­rem Wirt­schaf­ten“. Ande­rer­seits ent­fal­len wesent­li­che Unter­stüt­zungs­maß­nah­men durch die restrik­ti­ve­re Noten­ban­ken-Poli­tik. So hat die USNo­ten­bank Fed in ihrer letz­ten Sit­zung einen ehr­gei­zi­gen Aus­stieg aus der ultra­lo­cke­ren Geld­po­li­tik mit­ge­teilt. Im ers­ten Quar­tal 2022 will die Noten­bank ihr Anlei­he­kauf­pro­gramm von ursprüng­lich 120 Mrd. US-Dol­lar monat­lich auf Null her­un­ter­fah­ren. Zusätz­lich wer­den bis zu vier Zins­er­hö­hun­gen der US-Noten­bank Fed in 2022 erwar­tet. Der Grund für die­ses aggres­si­ve Vor­ge­hen sind hohe Infla­ti­ons­da­ten in den USA (+6,8 % für Novem­ber 2021 über 12 Mona­te) mit Anzei­chen zur Ver­ste­ti­gung. Auch die gerin­ge Arbeits­lo­sen­quo­te von 4,2 % begüns­tigt erhöh­ten Lohn­druck und somit stei­gen­de Preis­ni­veaus. Wie sehr die Noten­bank die Geld­po­li­tik tat­säch­lich strafft und damit die Kapi­tal­märk­te und die Wirt­schaft dros­selt, ist von der Ent­wick­lung der Infla­ti­on und des Arbeits­mark­tes abhän­gig. Im Euro­raum hat die EZB dage­gen deut­lich weni­ger Spiel­raum für höhe­re Zin­sen, womit vor 2024 der­zeit auch kaum ein Markt­teil­neh­mer rech­net. Doch es gibt wei­ter­hin erheb­li­che Risi­ken. Dazu zählt eine über­schie­ßen­de Infla­ti­on, die die Zen­tral­ban­ken nur mit deut­li­chen Zins­er­hö­hun­gen bekämp­fen könn­ten. Eine Stag­fla­ti­on – das Abwür­gen des Wachs­tums bei anhal­ten­der Infla­ti­on – wäre die Fol­ge. Auch neue Coro­na­Mu­ta­tio­nen blei­ben ein Risi­ko für die Welt­wirt­schaft. Zudem könn­te in Chi­na eine ein­bre­chen­de Akti­vi­tät im über­schul­de­ten Immo­bi­li­en­sek­tor, der 25 % der Wirt­schafts­leis­tung des Lan­des lie­fert, die Kon­junk­tur stark tref­fen und so auch die glo­ba­le Wirt­schaft nega­tiv beein­flus­sen.

Akti­en

Die Zei­ten der extrem hohen Kurs­zu­wäch­se bei Akti­en, wie sie Anle­ger 2021 erzie­len konn­ten, sind vor­aus­sicht­lich vor­bei. Doch blei­ben Akti­en auch 2022 der attrak­tivs­te Bau­stein für die Geld­an­la­ge. Zwar kön­nen abseh­ba­re Ände­run­gen des wirt­schaft­li­chen und geld­po­li­ti­schen Umfel­des, z. B. eine restrik­ti­ve­re Poli­tik der Noten­ban­ken Gegen­wind bedeu­ten. Doch dies min­dert lang­fris­tig nicht die Attrak­ti­vi­tät von Akti­en gegen­über ver­meint­li­chen Anla­ge­al­ter­na­ti­ven. Den posi­ti­ven Aus­blick für Akti­en könn­ten nur deut­lich höhe­re Leit­zin­sen dau­er­haft ein­trü­ben, sie sind in den Indus­trie­län­dern (vor allem in Euro­pa) jedoch nicht zu erwar­ten. Auf­grund hoher Staats- und Unter­neh­mens­schul­den kann man sich hohe Zin­sen ein­fach nicht leis­ten. Außer­dem wür­de sich dadurch auch die immer noch fra­gi­le kon­junk­tu­rel­le Lage (wei­ter­hin gibt es z. B. Lie­fer­eng­päs­se, hohe Ener­gie- und Trans­port­kos­ten) deut­lich ver­schlech­tern. Bei Akti­en kann es in die­sem Jahr u. a. durch die restrik­ti­ve­re Noten­bank­po­li­tik und Infla­ti­ons­sor­gen zu stär­ke­ren Schwan­kun­gen bzw. kurz­fris­ti­gen Kurs­ver­lus­ten kom­men. Doch soll­te sich auf Jah­res­sicht die Attrak­ti­vi­tät von Akti­en im Ver­gleich zu Anlei­hen oder Bar­be­stän­den durch­set­zen. Vie­le Unter­neh­men rech­nen 2022 mit wei­te­ren Gewinn­stei­ge­run­gen, die der Haupt­trei­ber für stei­gen­de Akti­en­kur­se sind. Im Gegen­satz zu den letz­ten Jah­ren gilt die ver­hal­ten posi­ti­ve Akti­en­markt-Ein­schät­zung weni­ger für die stark wach­sen­den und hoch bewer­te­ten Tech­no­lo­gie- und Kon­sum­ak­ti­en. Es ste­hen eher die güns­tig bis fair bewer­te­ten Qua­li­täts- und Divi­den­den­ti­tel im Fokus, sofern ihr Geschäft von struk­tu­rel­len Zukunfts­trends unter­stützt wird. Meist wach­sen die­se Fir­men nur mode­rat, erzie­len aber ste­ti­ge und plan­ba­re Gewin­ne. In Zei­ten höhe­rer Unsi­cher­hei­ten (z. B. durch anstei­gen­de Zin­sen) sind die­se Unter­neh­men eine von Inves­to­ren bevor­zug­te Anla­ge­mög­lich­keit.
Akti­en­in­di­zes in Euro­pa und den USA notie­ren zwar nahe ihren Höchst­stän­den, doch bie­ten sich hier wei­ter­hin Chan­cen. Vie­le Unter­neh­men stei­ger­ten 2021 ihre Gewin­ne deut­lich, was zu güns­ti­ge­ren Bewer­tun­gen führ­te. Eini­ge Akti­en­seg­men­te sind sogar güns­ti­ger bewer­tet und damit viel­ver­spre­chen­der als Anfang 2021. Unver­zins­te Spar­ver­mö­gen stie­gen wäh­rend der Coro­naBe­schrän­kun­gen auf einen Rekord­stand und ste­hen für Kon­sum oder Akti­en­käu­fe zur Ver­fü­gung. Ins­be­son­de­re die Schwel­len­län­der – allen vor­an Chi­na – ste­chen mit nied­ri­gen Bewer­tun­gen her­vor. Hier bie­ten sich, wenn auch unter erhöh­ten Risi­ken, Chan­cen für Inves­to­ren. Aus­schlag­ge­bend für den chi­ne­si­schen Akti­en­markt wird sein, wel­che Nach­wir­kun­gen die Plei­te des Immo­bi­li­en­kon­zerns Ever­g­ran­de auf die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung des Lan­des hat, und ob es wei­te­re staat­li­che Ein­grif­fe in die Pri­vat­wirt­schaft geben wird. Anle­ger soll­ten sich der zukünf­tig grö­ße­ren Risi­ken ihrer Chi­na-Invest­ments bewusst sein. In den USA notiert die Mehr­heit der Akti­en über ihrem fai­ren Wert. Chan­cen erge­ben sich weni­ger bei den sehr stark wach­sen­den, teu­er bewer­te­ten – und oft unpro­fi­ta­blen – Unter­neh­men, son­dern viel­mehr bei den weni­ger beach­te­ten Fir­men, die von einer wei­te­ren Erho­lung der Wirt­schaft und stei­gen­den Zin­sen pro­fi­tie­ren dürf­ten und aus den Berei­chen Ener­gie, Finan­zen und teils der Indus­trie stam­men. In Euro­pa sind Akti­en in Sum­me fair bewer­tet. Ein­zel­ne Sek­to­ren erschei­nen trotz der Kurs­an­stie­ge 2021 noch güns­tig und bie­ten attrak­ti­ve Inves­ti­ti­ons­ge­le­gen­hei­ten. Nied­ri­ger bewer­te­te und kon­junk­tur­ab­hän­gi­ge­re euro­päi­sche Akti­en pro­fi­tie­ren vom Wie­der­eröff­nen der Wirt­schaft und soll­ten sich bes­ser ent­wi­ckeln als glo­ba­le Wachs­tums­wer­te. Aus­sichts­rei­che Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten bie­ten nach­hal­tig gema­nag­te Fonds, die vom ‚Green New Deal‘ der EU und dem geplan­ten Infra­struk­tur­pa­ket in den USA pro­fi­tie­ren und nicht in sehr teu­re Wachs­tums­un­ter­neh­men inves­tie­ren. Bei­de Vor­ha­ben ver­spre­chen Inves­ti­tio­nen in Bil­lio­nen­hö­he, um die Wirt­schaft CO2-neu­tral zu gestal­ten und nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zu beloh­nen.

Anlei­hen

Die der­zeit zuneh­men­de wirt­schaft­li­che Akti­vi­tät, hohe Infla­ti­on sowie restrik­ti­ve­ren Noten­ban­ken stel­len Anle­ger in den wich­tigs­ten Anlei­he­seg­men­ten – wie euro­päi­sche und USStaats­an­lei­hen oder boni­täts­star­ken Unter­neh­mens­an­lei­hen der Indus­trie­län­der – vor Her­aus­for­de­run­gen. Die 2021 stark gestie­ge­ne Infla­ti­on wird uns auch 2022 beglei­ten. In Kom­bi­na­ti­on mit dem ins­ge­samt nied­ri­gen Zins­ni­veau, aber den­noch stei­gen­den Zin­sen führt dies zu rea­len Wert­ver­lus­ten in vie­len Anlei­he­seg­men­ten. Dass die Zin­sen für län­ger lau­fen­de Anlei­hen (Lauf­zeit > 10 Jah­re) explo­die­ren – was zu stark fal­len­den Anlei­he­kur­sen füh­ren wür­de – ist aber eher unrea­lis­tisch. Zins­er­trä­ge gibt es höchs­tens bei Papie­ren wie Hoch­zins- und Schwel­len­län­der-Anlei­hen, aller­dings sind die­se Anlei­he­seg­men­te stark von der Wirt­schafts­ent­wick­lung abhän­gig.

Edel­me­tal­le und Roh­stof­fe

Edel- und Indus­trie­me­tal­le könn­ten sich 2022 posi­tiv ent­wi­ckeln. Für Gold spre­chen die immer noch tief nega­ti­ve Real­ren­di­te (= Zins minus Infla­ti­on) und die Rol­le als „Ver­si­che­rung“ gegen Kri­sen sowie aus­ufern­de Staats­schul­den. Sil­ber und Indus­trie­me­tal­le wie Kup­fer oder Lithi­um pro­fi­tie­ren vom vor­an­schrei­ten­den Aus­bau der Elek­tro­mo­bi­li­tät und erneu­er­ba­rer Ener­gien wie Solar- oder Wind­kraft, wofür unvor­stell­ba­re Men­gen die­ser Roh­stof­fe gebraucht wer­den. Der Ölpreis könn­te auf­grund der wei­te­ren Erho­lung der Welt­wirt­schaft zule­gen.

Quel­len

1 Daten von Mor­ning­star Direct und www.morningstar.de
2 Daten von Bloom­berg: Kapi­tal­markt­aus­blick (Stand: Dezem­ber 2021)
3 Daten von Rese­arch Affi­lia­tes, LLC und www.researchaffiliates.com (Stand: 31. Dezem­ber 2021)
4 iSha­res (2022): Effek­tiv­ver­zin­sung ein­zel­ner Ren­ten-ETFs, abruf­bar unter: www.ishares.de

Recht­li­che Hin­wei­se

Die in die­ser Unter­la­ge ent­hal­te­nen Ver­brau­cher­infor­ma­tio­nen die­nen nur zu Mar­ke­ting­zwe­cken. Sie stel­len kei­ne Anla­ge­be­ra­tung dar und sind auch nicht als sol­che auf­zu­fas­sen. Allein ver­bind­li­che Grund­la­ge eines Kaufs von Antei­len an offe­nen Invest­ment­ver­mö­gen sind die jewei­li­gen wesent­li­chen Anle­ger­infor­ma­tio­nen, auch bekannt als „Key Inves­tor Docu­ment“ (KID), und die Ver­kaufs­pro­spek­te. Wert­ent­wick­lun­gen der Ver­gan­gen­heit sind kein ver­läss­li­cher Indi­ka­tor für die künf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Die tat­säch­li­chen Ent­wick­lun­gen und Ergeb­nis­se kön­nen erheb­lich von den ver­gan­ge­nen Ergeb­nis­sen abwei­chen. Die Prü­fung der Geeig­ne­t­heit von Invest­ment­fonds für Pri­vat­an­le­ger hat allein durch den Ver­mitt­ler zu erfol­gen. Der Bei­trag wur­de mit größ­ter Sorg­falt erstellt. Es han­delt sich hier­bei um eine frei­wil­li­ge Ser­vice­dienst­leis­tung. Für die Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit vor­lie­gen­der Infor­ma­tio­nen kann kei­ne Gewähr oder Haf­tung über­nom­men wer­den. Ich über­neh­me kei­ne Haf­tung für Schä­den, die aus der Ver­wen­dung der zur Ver­fü­gung gestell­ten Infor­ma­tio­nen resul­tie­ren.

Die­se Inhal­te dür­fen nur mit aus­drück­li­cher Zustim­mung der Fonds Finanz Mak­ler­ser­vice GmbH ver­viel­fäl­tigt, an Drit­te wei­ter­ge­ge­ben oder ver­brei­tet wer­den. (Mir liegt die Frei­ga­be zur Ver­öf­fent­li­chung vor.)

Für wei­te­re Fra­gen hin­ter­las­sen Sie mir bit­te am Ende des Bei­trags einen Kom­men­tar oder Sie ver­ein­ba­ren direkt ein kos­ten­frei­es Erst­ge­spräch. Alter­na­tiv kön­nen Sie sich per Direkt­nach­richt (oder Mit­tels Kon­takt­for­mu­lar) mit mir in Ver­bin­dung set­zen.

In jedem Fall erhal­ten Sie schnellst mög­lich eine Ant­wort von mir.

Mit den bes­ten Grü­ßen
Chris­ti­an Ulrich LL.B., M.A.

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