Geldanlagen

Invest­ment­news: Rück­blick für das drit­te Quar­tal 2023!

Weni­ger als elf Wochen ver­blei­ben im Kapi­tal­markt­jahr 2023. Zeit, für ein ers­tes Fazit! Trotz der Brems­wir­kung der höchs­ten Zin­sen seit Jahr­zehn­ten wird die Welt­wirt­schaft 2023 mode­rat wach­sen. Der glo­ba­le Akti­en­markt erziel­te bis hier­hin zwei­stel­li­ge pro­zen­tua­le Erträ­ge und liegt nahe sei­nem All­zeit­hoch aus 2021. Gleich­zei­tig bie­ten Tages­gel­der und Anlei­hen wie­der erwäh­nens­wer­te Zin­sen. So weit, so gut.

Doch unter der Ober­flä­che prä­sen­tiert sich die Lage weit­aus weni­ger rosig. Chi­na, der eigent­li­che Wachs­tums­mo­tor der Welt, stot­tert gehö­rig. Es stellt sich die Fra­ge, ob das export­ab­hän­gi­ge Deutsch­land, jetzt schon durch­macht, was dem Rest der Welt 2024 noch bevor­steht. Die Bun­des­re­pu­blik ist bis­lang das ein­zi­ge gro­ße G20-Land, das 2023 nicht wuchs. Anlei­hen sind zwar wie­der einen Kauf wert, erlei­den aber schon das drit­te Jahr in Fol­ge Kurs­ver­lus­te. Der Akti­en­markt stieg eher punk­tu­ell als in der Brei­te und diver­se Mega­trends ent­täusch­ten mit Wert­ver­lus­ten.

Vie­le struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen – ob geo- oder finanz­po­li­tisch, indus­trie- oder fir­men­spe­zi­fisch – lau­fen der­zeit par­al­lel ab. Es gilt daher mehr denn je, kurz­fris­ti­gen „Lärm“ von lang­fris­ti­gen Erfolgs­fak­to­ren in der Anla­ge­stra­te­gie abzu­gren­zen. Im Aus­blick stel­len wir ein mög­li­ches Sze­na­rio für die Welt­wirt­schaft und die Anla­ge­klas­sen vor. Im Fokus­the­ma lesen Sie, war­um Anlei­hen trotz ihrer zuletzt mise­ra­blen Bilanz mehr Auf­merk­sam­keit ver­die­nen. Das neue Zins­re­gime löst Umbrü­che aus, bringt aber auch unge­wohn­te Chan­cen mit sich!

Rück­blick 3. Quar­tal 2023

Die Eupho­rie macht Pau­se

Anfäng­lich nah­men die Akti­en­märk­te ihren Schwung aus den Vor­mo­na­ten mit in das drit­te Quar­tal. Vie­le Bör­sen ver­zeich­ne­ten im Juli neue Jah­res­höchst­stän­de. Gute Unter­neh­mens­zah­len, haupt­säch­lich von Fir­men mit Ver­bin­dung zur künst­li­chen Intel­li­genz, sowie die Aus­sich­ten auf Noten­bank­maß­nah­men in Chi­na trie­ben die Kur­se. Doch die bestehen­den Pro­ble­me im dor­ti­gen Immo­bi­li­en­markt, schlech­ter als erwar­te­te chi­ne­si­sche Wirt­schafts­da­ten und die Poli­tik der klei­nen Schrit­te zer­stör­ten die Anle­ger­träu­me von einer schnel­len Erho­lung in Chi­na. Der brei­te Schwel­len­län­der­markt trat auch des­halb im drit­ten Quar­tal auf der Stel­le. Die US-Wirt­schaft – ins­be­son­de­re das Ver­brau­cher­ver­hal­ten und der Ser­vice-Sek­tor – zeig­ten sich wei­ter­hin sehr sta­bil. In den USA trieb die Hoff­nung, dass der Wirt­schaft durch eine weni­ger restrik­ti­ve Geld­po­li­tik und fal­len­de Infla­ti­ons­ra­ten eine merk­li­che Schwä­che ganz oder in Tei­len erspart bleibt, die Kur­se. Doch stei­gen­de Ölprei­se lie­ßen die Infla­ti­ons­ra­ten anzie­hen. Die Aus­sa­ge der US Noten­bank Fede­ral Reser­ve (Fed), die Zin­sen län­ger auf einem hohen Niveau belas­sen zu müs­sen, führ­te zu Gewinn­mit­nah­men. Der glo­ba­le Akti­en­markt schloss das Quar­tal schließ­lich mit ‑0,5 % ab.
Im Jah­res­ver­gleich fie­len die Infla­ti­ons­ra­ten im Euro­raum und in den USA zunächst von ihren Höchst­stän­den auf 5,2 % und 3,7 %. Die Kern­in­fla­ti­on, die die kon­junk­tur­zy­kli­schen Kom­po­nen­ten Ener­gie und Nah­rungs­mit­tel aus­klam­mert, sank im Euro­raum und in den USA auf 5,3 % bzw. 4,3 %. Bei­der­orts beton­ten die Noten­ban­ker, das Infla­ti­ons­ni­veau sei noch immer zu hoch. Akti­en von Sub­st­anz­un­ter­neh­men ent­wi­ckel­ten sich mit 1,1 % bes­ser als Wachs­tums­ak­ti­en (-2,0 %).

Die west­li­chen Noten­ban­ken beschrit­ten wei­ter­hin den Pfad der Zins­er­hö­hun­gen. Die Euro­päi­sche Zen­tral Bank (EZB) erhöh­te den Leit­zins um zwei wei­te­re Schrit­te auf 4,5 %, wäh­rend die Fed den Zins auf eine Span­ne von 5,25 % bis 5,5 % anhob. Auch wenn sich die Pha­se der Zins­er­hö­hun­gen dem Ende nähert, prei­sen die Anlei­he­märk­te jetzt ein anhal­tend hohes Zins­ni­veau ein. Bei zehn­jäh­ri­gen US-Staats­an­lei­hen stie­gen die Zin­sen auf über 4,5 % und erreich­ten somit den höchs­ten Stand seit 2007. Im lau­fen­den Jahr pro­fi­tier­ten vor allem die kon­junk­tur­sen­si­blen Hochz­ins­an­lei­hen und ent­wi­ckel­ten sich mit 2,9 % auch im drit­ten Quar­tal posi­tiv. Wäh­rend der Euro zu Quar­tals­be­ginn auf über 1,12 USD ange­stie­gen war, ver­lor er anschlie­ßend signi­fi­kant und lag schließ­lich bei 1,05 USD. Öl (+26,1 %) pro­fi­tier­te von nied­ri­gen Roh­öl­la­ger­be­stän­den und einer ver­rin­ger­ten För­de­rung durch das OPEC-Plus-Kar­tell. Nach einem vola­ti­len Quar­tals­ver­lauf ver­zeich­ne­te Gold auf Euro-Basis ( ‑0,9 %) einen leich­ten Ver­lust.

Aus­blick 4. Quar­tal 2023

Unge­wohn­te Chan­cen bei Anlei­hen

Der zu Jah­res­an­fang erwar­te­te Kon­junk­tur­ab­schwung in den USA ist aus­ge­blie­ben. Doch es gibt ernst­zu­neh­men­de Anzei­chen für eine Abküh­lung, die auch der Welt­wirt­schaft scha­den wür­de.

Welt­wirt­schaft

Nur 0,8 % Wirt­schafts­wachs­tum wur­den damals für die USA pro­gnos­ti­ziert. Seit­her schraub­ten sich die Erwar­tun­gen für 2023 auf 2,0 % hoch. Daten wie die Arbeits­lo­sen­quo­ten, Kre­dit­aus­fäl­le und Insol­ven­zen wei­sen jedoch auf eine Abküh­lung hin. Erst Anfang 2024 soll­te es wie­der posi­ti­ve Imp­luse aus der Indus­trie geben, die der­zeit noch Lager­be­stän­de abbaut. Für Euro­pa erwar­ten wir im 4. Quar­tal kei­nen nen­nens­wer­ten Bei­trag zur Welt­wirt­schaft. Ins­be­son­de­re der Fer­ti­gungs­sek­tor wird zunächts in einer Rezes­si­on blei­ben, vor allem in Export­wirt­schaf­ten wie Deutsch­land. Die rück­läu­fi­ge Infla­ti­on, sta­bi­le Arbeits­märk­te und stei­gen­de Löh­ne ste­hen im Gegen­satz zum Pes­si­mis­mus des Jah­res­starts. Ohne stär­ke­re Stüt­zungs­maß­nah­men der Regie­rung sind auch aus Chi­na kei­ne Impul­se für das glo­ba­le Wachs­tum zu erwar­ten. Zudem las­ten der über­di­men­sio­nier­te, über­schul­de­te Immo­bi­li­en­sek­tor, die Über­al­te­rung der Bevöl­ke­rung und das Kon­flikt­po­ten­zi­al mit den USA auf dem lang­fris­ti­gen Wachs­tum Chi­nas.

Akti­en

Die Ertrags­aus­sich­ten für Akti­en aus den Indus­trie­län­dern haben sich seit Jah­res­an­fang ver­rin­gert. Für die nächs­ten zehn Jah­re sank die Pro­gno­se per Ende August von 8,2 % p. a. auf jähr­lich 6,7 %. Die lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ven schei­nen jedoch für Euro­pa (8,0 % p. a.) und die Schwel­len­län­der (9,0 % p. a.) nach wie vor attrak­tiv. Auf Basis der erwar­te­ten Gewin­ne sind Akti­en laut dem Ana­ly­se­haus Mor­ning­star fair bis güns­tig bewer­tet. Die größ­ten Kurs­po­ten­zia­le sind außer­halb der USA zu fin­den. Zumin­dest kurz­fris­tig dürf­te aber auch in Chi­na, dem rest­li­chen Asi­en und Euro­pa das posi­ti­ve Über­ra­schungs­po­ten­zi­al feh­len. Der US-Akti­en­markt wur­de zuletzt von der Kurs­ral­lye der gro­ßen Tech- und tech­na­hen Kon­zer­ne getrie­ben. Nach­dem die Unter­neh­mens­zah­len posi­tiv über­rasch­ten, sind nun nahe­zu alle posi­ti­ven Ereig­nis­se in den Kur­sen reflek­tiert. Die Wall­street-Kon­sens­mei­nung sagt Unter­neh­men den­noch ein Gewinn­wachs­tum von 12 % pro Jahr für 2024 und 2025 vor­aus. Die restrik­ti­ve Geld­po­li­tik der drei gro­ßen Wäh­rungs­räu­me USA, Euro­pa und Japan ließ das Zins­ni­veau stei­gen. Außer­dem stieg auch der Ölpreis, was Infla­ti­ons­druck erzeugt. Die erwar­te­ten künf­ti­gen Gewin­ne und die hohen Bewer­tun­gen für US-Akti­en schei­nen ange­sichts der stei­gen­den Zin­sen, eines star­ken Dol­lars und der Infla­ti­ons­ge­fahr ambi­tio­niert. Wir erwar­ten ein zum Jah­res­en­de hin vola­ti­les Markt­um­feld. Im Hin­blick auf eine wirt­schaft­li­che Abküh­lung in den USA emp­fiehlt es sich, defen­siv aus­ge­rich­tet zu sein und bei Akti­en auf die Qua­li­tät der Bilan­zen und Sta­bi­li­tät der Gewin­ne zu ach­ten. Über­ra­schen­de Kurs­an­stie­ge soll­ten ten­den­zi­ell für ein Reba­lan­cing des Depots zu Guns­ten güns­ti­ger bewer­te­ter Seg­men­te genutzt wer­den. Die­se fin­den sich im Qua­li­täts-Value-Stil sowie in Asi­en und Euro­pa.

Anlei­hen

Nach mehr als zehn Erhö­hun­gen befin­den sich die Leit­zin­sen in den USA und im Euro­raum auf dem höchs­ten Stand seit 2007 bzw. 2011. Wäh­rend der Zins­gip­fel in den USA wohl erreicht ist, könn­te die EZB noch ein­mal auf 4,75 % nach­le­gen. US-Staats­an­lei­hen, die Anle­gern der­zeit Erträ­ge um die 5 % p. a. bie­ten, erleb­ten 2023 die höchs­ten Mit­tel­zu­flüs­se jemals. Ins­be­son­de­re die sehr lang­fris­ti­gen Zin­sen, z. B. bei Lauf­zei­ten von 10 bis 30 Jah­ren zogen zuletzt an. Gegen­über den durch­schnitt­li­chen Akti­en­er­trä­gen, z. B. 2 % bei Divi­den­den­ti­teln und 6 % bei glo­ba­len Akti­en, kön­nen sich Anlei­hen wie­der sehen las­sen (mehr dazu im Fokus­the­ma). Neben einer höhe­ren Pla­nungs­si­cher­heit war­ten Anlei­hen nun auch mit gerin­ge­ren Kurs­ri­si­ken auf. Für ame­ri­ka­ni­sche Staats- und Unter­neh­mens­an­lei­hen mit hoher Boni­tät und mitt­le­rer Lauf­zeit erwar­ten wir unge­wohnt gute Ren­di­te­chan­cen. Im Euro­raum lie­gen die rea­len Erträ­ge (nach Infla­ti­on) nur bei 1 %, trotz nomi­nel­ler Zin­sen von 2 bis 3 %. Geld­markt­fonds, die bis zu 4,5 % p. a. ver­spre­chen, blei­ben eine attrak­ti­ve Alter­na­ti­ve zu Tages- und Fest­gel­dern. Wegen Kurs­chan­cen bei Zins­sen­kun­gen ist ein Enga­ge­ment in län­ger­lau­fen­den Anlei­hen rat­sam. Bei Hochz­ins­an­lei­hen fin­den Anle­ger mit 8 % p. a. die höchs­ten Nomi­nal­ren­di­ten, jedoch wer­den sie hier­für im Ver­hält­nis zum Risi­ko – etwa bei einer US-Kon­junk­tur­schwä­che – nicht gut ent­lohnt. Auch Schwel­len­län­der­an­lei­hen lie­fern 7 % p. a. und mehr. Wäh­rend die­se Anlei­he­gat­tung Kurs­po­ten­zi­al bei einem schwä­che­ren Dol­lar bie­tet, stel­len die stei­gen­den Zin­sen in Japan eine Gefahr für sie dar, denn vie­le güns­tig in Yen finan­zier­te Invest­ments in Schwel­len­län­der­an­lei­hen müs­sen dann auf­ge­löst wer­den.

Edel­me­tal­le und Roh­stof­fe

Die schwa­che chi­ne­si­sche Kon­junk­tur und US-Indus­trie brem­sen die Roh­stoff­prei­se – abge­se­hen vom Öl. Bevor För­der­kür­zun­gen der OPEC-Plus-Staa­ten been­det wer­den und eine wirt­schafts-beding­te Ent­span­nung ein­tritt, sind kurz­fris­ti­ge Anstie­ge auf­grund welt­weit knap­per Ölre­ser­ven und des jüngs­ten Kriegs­aus­bruchs im Nahen Osten wahr­schein­lich. Für einen stei­gen­den Gold­preis spricht, dass deut­li­che Zins­er­hö­hun­gen unwahr­schein­lich sind, die Infla­ti­ons­ra­ten wie­der zule­gen dürf­ten und am Akti­en­markt Rück­schlags­po­ten­zi­al herrscht. Bei Spe­zi­al­me­tal­len wie Kup­fer oder Lithi­um ste­hen lang­fris­ti­ge Ange­bots­eng­päs­se und Kurs­chan­cen bevor.

Fokus­the­ma

Anlei­he­fonds: Phö­nix aus der Asche

Anlei­he­fonds waren lan­ge die Laden­hü­ter der Fonds­ge­sell­schaf­ten. Bei nied­ri­gen oder sogar nega­ti­ven Zin­sen mach­te es wenig Sinn, die­se Anla­gen zu kau­fen, denn: Nied­ri­ge Ren­di­ten bei Anlei­hen bedeu­ten gleich­zei­tig auch ein hohes Dura­ti­ons­ri­si­ko. Die­ser sper­ri­ge Begriff beschreibt den dro­hen­den Wert­ver­lust bei Ren­ten­pa­pie­ren, wenn die Zin­sen stei­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr tra­fen die Zins­er­hö­hun­gen Inves­to­ren dann mit gro­ßer Wucht. Die west­li­chen Noten­ban­ken hoben wegen anzie­hen­der Infla­ti­ons­zah­len die Leit­zin­sen deut­lich an, was die Anlei­he­kur­se um bis zu zwan­zig Pro­zent ein­bre­chen ließ. Wer Anlei­hen besaß, muss­te dies haut­nah mit­er­le­ben.

Der Blick auf die ver­gan­ge­ne Wert­ent­wick­lung hat Inves­to­ren am Kapi­tal­markt jedoch noch nie wei­ter­ge­hol­fen. Ent­schei­dend ist, wel­cher Ertrag in Zukunft von einem Invest­ment zu erwar­ten ist. Die Aus­sich­ten für Anlei­he­fonds haben sich durch den Abver­kauf 2022 und das mitt­ler­wei­le hohe Zins­ni­veau immens ver­bes­sert. Anlei­hen dür­fen daher wie­der als lukra­ti­ves Invest­ment gel­ten. Mit erwar­te­ten Erträ­gen von etwa 3 % bis 5,5 % für Ren­ten boni­täts­star­ker Staa­ten und Unter­neh­men sowie über 7 % bei Hochz­ins­an­lei­hen sind Anlei­he­fonds eine ech­te Opti­on für das Depot. Auch falls die Leit­zin­sen auf­grund einer wie­der­auf­flam­men­den Infla­ti­on noch­mals gering­fü­gig stei­gen soll­ten, federn die hohen Kupons klei­ne­re Kurs­ver­lus­te ab. Bei Zins­sen­kun­gen win­ken Kurs­ge­win­ne, was sogar dem lukra­ti­ven Tages- und Fest­geld an Attrak­ti­vi­tät nimmt.

Anlei­hen vs. Divi­den­den­ak­ti­en: die Kar­ten wur­den neu gemischt

Die Divi­den­de galt einst als der neue Zins. Tat­säch­lich waren Divi­den­den­ren­di­ten vie­le Jah­re auf ähn­li­chem Niveau, wie die Anlei­he­zin­sen. Akti­en bie­ten zudem Kurs­po­ten­zi­al, wenn Unter­neh­men ihre Gewin­ne stei­gern. Im Fal­le einer Rezes­si­on, sind aber weder stei­gen­de Kur­se noch Divi­den­den garan­tiert. Bei Anlei­hen wer­den die Zin­sen dage­gen so lan­ge gezahlt, bis die Papie­re ihr Lauf­zeit­ende erreicht haben oder der Emit­tent zah­lungs­un­fä­hig ist. Wer nicht bei all­zu ris­kan­ten Her­aus­ge­bern zugreift, dürf­te selbst in einem schwa­chen wirt­schaft­li­chen Umfeld mit Anlei­he­fonds kal­ku­lier­ba­re und ver­läss­li­che Ein­nah­men erzie­len. Wich­tig ist, dabei die Infla­ti­on im Blick zu haben, denn sie schmä­lert die Real­ren­di­te.

Anlei­he­fonds vor dem Come­back

In Euro­pa und den USA besteht auf­grund der hart­nä­cki­gen Infla­ti­on – obwohl über­schau­bar – ein Rest­ri­si­ko für Zins­er­hö­hun­gen. In vie­len auf­stre­ben­den Län­dern senk­ten Noten­ban­ken die Leit­zin­sen bereits wie­der, was den Kur­sen von Schwel­len­län­der­an­lei­hen Rücken­wind gibt. Attrak­tiv sind auch Lauf­zeit­fonds, die eine bestimm­te End­fäl­lig­keit auf­wei­sen und kal­ku­lier­ba­re Erträ­ge bie­ten, was sie zur Kon­kur­renz für Tages- und Fest­gel­der macht. Sie inves­tie­ren in Anlei­hen mit pas­sen­der Rest­lauf­zeit und bie­ten geplan­te Erträ­ge von annua­li­siert bis zu 8 %. Anle­ger soll­ten Fonds, die als geschütz­tes Son­der­ver­mö­gen klas­si­fi­ziert sind, Zins­zer­ti­fi­ka­ten, die einem Emit­ten­ten­ri­si­ko à la Leh­man Brot­hers unter­lie­gen, immer vor­zie­hen. Nach dem his­to­ri­schen Ren­ten­crash kön­nen Anle­ger wie­der aus dem Vol­len schöp­fen und aus viel­fäl­ti­gen Pro­duk­ten das pas­sen­de aus­wäh­len, um das hohe Zins­ni­veau für die nächs­ten Jah­re ein­zu­log­gen.

Quel­len

  • 1Daten von Mor­ning­star Direct und www.morningstar.de
  • 2 Beren­berg basie­rend auf Daten von Berenberg/Bloomberg: Hori­zon­te Q4/2023 (Stand: 25.09.2023)
  • 3 Daten von Rese­arch Affi­lia­tes, LLC und www.researchaffiliates.com (Stand: 30.09.2023)
  • 4 iSha­res (2023): Effek­tiv­ver­zin­sung ein­zel­ner Ren­ten-ETFs, abruf­bar unter: www.ishares.de
  • 5 Bloom­berg & Board of Gover­nors of the Fede­ral Reser­ve Sys­tem via Fede­ral Reser­ve Bank of St. Lou­is

Recht­li­che Hin­wei­se

Die in die­ser Unter­la­ge ent­hal­te­nen Ver­brau­cher­infor­ma­tio­nen die­nen nur zu Mar­ke­ting­zwe­cken. Sie stel­len kei­ne Anla­ge­be­ra­tung dar und sind auch nicht als sol­che auf­zu­fas­sen. Allein ver­bind­li­che Grund­la­ge eines Kaufs von Antei­len an offe­nen Invest­ment­ver­mö­gen sind die jewei­li­gen wesent­li­chen Anle­ger­infor­ma­tio­nen, auch bekannt als „Key Inves­tor Docu­ment“ (KID), und die Ver­kaufs­pro­spek­te. Wert­ent­wick­lun­gen der Ver­gan­gen­heit sind kein ver­läss­li­cher Indi­ka­tor für die künf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Die tat­säch­li­chen Ent­wick­lun­gen und Ergeb­nis­se kön­nen erheb­lich von den ver­gan­ge­nen Ergeb­nis­sen abwei­chen. Die Prü­fung der Geeig­ne­t­heit von Invest­ment­fonds für Pri­vat­an­le­ger hat allein durch den Ver­mitt­ler zu erfol­gen. Der Bei­trag wur­de mit größ­ter Sorg­falt erstellt. Es han­delt sich hier­bei um eine frei­wil­li­ge Ser­vice­dienst­leis­tung. Für die Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit vor­lie­gen­der Infor­ma­tio­nen kann kei­ne Gewähr oder Haf­tung über­nom­men wer­den. Ich über­neh­me kei­ne Haf­tung für Schä­den, die aus der Ver­wen­dung der zur Ver­fü­gung gestell­ten Infor­ma­tio­nen resul­tie­ren.

Die­se Inhal­te dür­fen nur mit aus­drück­li­cher Zustim­mung der Fonds Finanz Mak­ler­ser­vice GmbH ver­viel­fäl­tigt, an Drit­te wei­ter­ge­ge­ben oder ver­brei­tet wer­den. (Mir liegt die Frei­ga­be zur Ver­öf­fent­li­chung vor.)

Für wei­te­re Fra­gen hin­ter­las­sen Sie mir bit­te am Ende des Bei­trags einen Kom­men­tar oder Sie ver­ein­ba­ren direkt ein kos­ten­frei­es Erst­ge­spräch. Alter­na­tiv kön­nen Sie sich per Direkt­nach­richt (oder Mit­tels Kon­takt­for­mu­lar) mit mir in Ver­bin­dung set­zen.

In jedem Fall erhal­ten Sie schnellst mög­lich eine Ant­wort von mir.

Mit den bes­ten Grü­ßen
Chris­ti­an Ulrich LL.B., M.A.

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Wei­te­re Infos

Invest­ment­news: Aus­blick für das zwei­te Quar­tal 2023!
Ich wün­sche fro­he Weih­nach­ten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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