Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit: Die Mischung macht es!

Mit einem guten Investment verhält es sich ähnlich wie mit einer ausgewogenen Ernährung.

Wie wäre es mit zwei „guten Vorsätzen“ – und zwar nicht nur für das neue Jahr? Gute Absichten werden schnell gefunden, wie: “sich bewusster und gesünder zu ernähren”. Erfahren Sie hier, wie sich dieser Ansatz gleichzeitig auf Ihre (neuen) Gewohnheiten bei Ihren Anlageentscheidungen anwenden lässt.

Immerhin investieren Deutsche ungern in vermeintlich risikobehaftete Geldanlagen. Wie Statistiken des Deutschen Bankenverband, auf Grundlagen der Deutschen Bundesbank zeigen, stecken von den 5,6 Billionen Euro kollektiver deutscher Vermögenswerte knapp 2 Billionen in Sparanlagen – und das trotz historisch niedriger Zinserträge. Investmentfonds und vergleichbare Kapitalanlagen hinken dieser Sparmethode mit einem Volumen von 518 Milliarden Euro, Aktien mit 373 Milliarden stark hinterher. Warum ist das so?

(Von 5,6 Billionen Euro liegen knapp 75% in Versicherungen, Pensionskassen und Spareinlagen. Quelle: Bankenverband)

Das magische Dreieck der Vermögensanlagen

Einen Teil der Schuld trägt sicherlich der Aktienmarkt selbst. Seit die letzte große Finanzkrise 2008 ein Loch von 5 Trillionen Dollar in die Weltwirtschaft gerissen hat, ist das Vertrauen in die Hochfinanz gelinde gesagt eingeschränkt.

Welche Ziele hat ein Anleger? Das sogenannte magische Dreieck der Kapitalanlagen fasst sie als drei Anforderungen zusammen, die in Konkurrenz zueinander stehen. Diese sind:

Sicherheit

Klar: Was Sie in eine Kapitalanlage investieren, möchten Sie im Fall des Falles auch in gleicher Höhe wieder zurückbekommen.

Liquidität/ Verfügbarkeit

Die Liquidität, auch Verfügbarkeit genannt, beschreibt wie schnell Werte aus der Vermögensanlage liquidiert (Umwandlung in Bargeld oder Bankguthaben) werden können.

Rentabilität

Sinn und Zweck der Kapitalanlage – was rentabel ist, stellt sich im Verhältnis des Ertrags bezogen auf den Kapitaleinsatz dar.

Im Grundsatz beschreibt das magische Dreieck ein ständiges Gezerre zwischen diesen drei Aspekten. Sie verlangen, einen Fokus auf nicht mehr als zwei Ziele zu legen – warum das so ist? Je sicherer eine Anlage, desto geringer ist ihre Rentabilität. Bedeutet im Umkehrschluss: Je rentabler eine Anlage ist, desto “unsicherer” ist sie. Ähnlich verhält es sich mit der Rentabilität und der Liquidität: Sehr liquide Anlagen können weniger rentabel sein. Bei der Entscheidung über eine Anlage sollten Sie eines nicht außer Acht lassen: Diese Konflikte im magischen Dreieck sind grundlegende Bestandteile des Anlagesystems. Egal, was Ihnen Werbeprospekte möglicherweise versprechen – diese drei Aspekte werden immer untereinander in irgendeiner Art und Weise in einem Spannungsverhältnis oder Zielkonflikt zueinander stehen. Das ist insbesondere wegen der Abwägungen zwischen Sicherheit und Rentabilität enorm wichtig für die Erreichung Ihrer Ziele.

Investieren: Ja, Bitte

Die Realität des Marktrisikos sollte kein Grund sein, Ihr Erspartes direkt in eine Matratze zu nähen. Mit etwas Strategie und einem guten Konzept können Sie aus Ihrem Kapital mehr machen – ich erkläre Ihnen, wie.

Bevor Sie in eine Kapitalanlage investieren, sollten Sie sich Ihrer Ziele bewusst sein und dann überlegen, ob diese Ziele mit den Grundregeln des Anlegens übereinstimmen. Ihre beste Anlage ergibt sich aus drei Fragen: Wollen Sie lang-, mittel- oder kurzfristig investieren? Wollen Sie eine sichere Anlage oder eine, die höhere Rendite abwirft? Und: Wie wichtig ist es Ihnen, das angelegte Geld schnell wieder in Bargeld verwandeln zu können?

Unabhängig von der Anlageform ist es wichtig, im voraus eine Grundregel in’s Feld zu schicken: Stopfen Sie Ihr Vermögen nicht in eine einzige Kapitalanlage. Als Marktteilnehmer tragen Sie grundsätzlich immer ein Risiko. Wichtig ist, Risiko und Rendite in einem Ausmaß zu verteilen, dass Sie weder auf starrem Kapital mit wenig Rendite sitzen noch für hohe Rentabilität mit Ihrem Vermögen russisch Roulette spielen. Die zielorientierte Verteilung des Vermögens auf verschiedene Kapitalanlagen nennt man Streuung oder Diversifizierung. Wie auf einem Gemüsemarkt zeichnet sich eine ausgewogene Ernährung durch eine möglichst breit gefächerte Auswahl aus – und genau so verhält es sich auch mit dem Finanzmarkt.

Stichwort: Streuung

Ein Blick auf meine Homepage geht unter dem Punkt “Geldanlagen” näher darauf ein, wie Sie zeitlich gebundene Ziele über breit oder weniger breit gestreute Kapitalanlagen (also eine gute Mischung: Diversifizierung) erreichen können:

So könnte für eine kurzfristige Anlage eine Mischung aus etwa 80% Tagesgeldkonto, 10% Gold und 10% Mischfonds attraktiv erscheinen. Hier vermischt sich die hohe Liquidität und Sicherheit des Tagesgeldkontos mit riskanteren, dafür aber rentablen Mischfonds, die selber etwa zu 25% aus Aktien bestehen. Als eiserne Reserve sichert Gold einen Teil der Finanzanlage gegen Wertverfall ab.

Mittelfristiger wäre z.B. eine Mischung aus 30% Tagesgeld und 35% Mischfonds. Den eigentlichen Reiz einer solchen Anlage machen allerdings die 25% Aktienfonds aus. Ein Viertel Ihrer Anlage ist damit stark an den Kapitalmarkt mit seinen Launen und Schwankungen gekoppelt. Für den Fall des Falles liegen immer noch 10% Ihrer Anlage in Goldreserven.

Eine langfristige Anlage setzt mit einem Anteil von 60% sehr auf den Aktienmarkt und seine potenziell hohe Rendite. Die restlichen 40% Ihrer Anlage verteilen sich auf mehr oder minder sichere oder liquide Optionen wie Tagesgeld (10%), Mischfonds (20%) und natürlich Gold (10%).

Durch eben jene Diversifizierung (Streuung) kann ein Anlagenpaket geschnürt werden, das Ihre individuellen Lebensumstände, Ziele und Risikobereitschaft berücksichtigt.

Beratungsprozess

Als freier Finanzanlagenvermittler seit über 15 Jahren gehört es auch zu meinen Aufgaben, die Chancen und Risiken der Kapitalanlage in Ihrem Sinne zu nutzen. Damit Sie bei der Beratung in guten Händen sind, hat der Gesetzgeber einige Voraussetzungen geschaffen, die ich im Gespräch erfüllen muss. Dazu gehört vor allem, dass…

  • ich Ihnen statusbezogene Erstinformationen zur Verfügung stellen muss
  • ich ein Kundenprofil erstellen muss.
  • ich am Ende des Beratungsprozess alles protokollieren muss.

Insbesondere das Kundenprofil dient Ihnen als Sicherheit, dass Sie mit einer Finanzanlage nicht die Katze im Sack kaufen. Es enthält beispielsweise wichtige Informationen darüber, welche Erfahrungen Sie mit Geldanlagen haben und ob Sie über die hier diskutierten Informationen vollständig unterrichtet wurden. Als zweite wichtige Komponente hält Ihr Profil fest, welche Ziele Sie für sich gesteckt haben – warum Sie investieren, über welchen Zeitraum angelegt werden soll und wie viel Risiko für Sie akzeptabel ist. Die dritte Zutat für Ihr individuelles Kundenprofil beleuchtet Ihre finanziellen Verhältnisse. Verfügen Sie über ein regelmäßiges Einkommen? Verpflichtungen gegenüber Gläubigern? Bestehende Vermögenswerte?

Nur auf Grundlage dieses Kundenprofils darf ich überhaupt eine Empfehlung aussprechen. Die Finanzanlagenvermittlungsordnung schreibt dafür eindeutig vor, dass eine Vermittlung in Ihrem Auftrag nur für Kapitalanlagen erfolgen darf, die Ihren Zielen, Kenntnissen und finanziellen Möglichkeiten entsprechen. Klar ist dabei immer: Kapitalanlagen bergen ein gewisses Grundrisiko, das nicht unterschätzt werden darf. Klar ist aber auch: Mit einem gut durchdachten Finanzkonzept lassen sich diese Risiken im Rahmen Ihrer Möglichkeiten minimieren.

Habe ich Ihr Interesse an einem Beratungsgespräch geweckt? Sprechen Sie mich darauf an!

Haben Sie schon Erfahrungen mit Geldanlagen gemacht? In den Kommentaren würde ich mich über Ihre Geschichte freuen!

Mit den besten Grüßen aus Recklinghausen
Christian Ulrich LL.B.
Creative Commons Lizenzvertrag
Alle meine Texte, nicht aber Bilder, stehen unter einer Creative Commons 3.0 Deutschland Lizenz.

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