Geldanlagen

Eine Gra­fik: Bör­sen mani­pu­lie­ren durch Social-Media?

Steckt hin­ter dem “Chart of Doom” mehr als nur eine schnö­de Gra­fik mit Auf’s und Ab’s?
Der “Chart of Doom”: Das Syn­onym für den welt­wei­ten Bör­sen­crash in 1929. Stre­ben die “Hin­ter­män­ner” eine Wie­der­ho­lung an?
Jeden­falls ging der Chart “des Unter­gangs” ruck zuck um die gan­ze Welt. Angst und Anflü­ge von Panik machen sich rund um den Glo­bus breit.

Aus mei­nem Blick­win­kel als Social-Media-Mana­ger, Akteur und Bera­ter

Beglei­tet wer­den die Ängs­te um die jüngs­ten Kurs­rück­schlä­ge am Deut­schen Akti­en­markt (Stand: 20.01.1014, 09:51 Uhr), als der Dax 150 Punk­te ver­liert, um 1,3 Pro­zent in die Knie geht und schließ­lich kurz­wei­lig bei 9.535 Punk­ten notiert.
Die schlech­ten Vor­ga­ben, die das mor­gen­tli­che Absa­cken des DAX begrün­den, kom­men aus Fern­ost. In Tokio gab es hohe Ver­lus­te. Ursa­che für die star­ken Ver­lus­te waren aller­dings uner­war­tet schlech­te Kon­junk­tur­da­ten aus Japan und Chi­na. Der Nik­kei-Index ver­lor mehr als zwei Pro­zent. Der Hang-Seng-Index notier­te 1,2 Pro­zent im Minus.

Spe­ku­la­ti­on

Han­delt es sich um eine aus­ge­klü­gel­te Social-Media-Stra­te­gie, die im Kern eine Mani­pu­la­ti­on der welt­wei­ten Bör­sen oder gar einen Bör­sen­crash ver­folgt? Soll­te mit der Gra­fik maß­geb­lich Ein­fluss auf unser Ver­hal­ten aus­löst wer­den?
Jeden­falls wird im Unkla­ren blei­ben, wel­ches Inter­es­se der oder die Initia­to­ren ver­fol­gen. Für Auf­merk­sam­keit und Auf­re­gen haben sie ohne­hin schon gesorgt. Und soll­te deren Rech­nung auf­ge­hen, sich ein Her­den­trieb in Gang set­zen – Ver­mö­gen wird umver­teilt.

Einer gähnt im Thea­ter, und in kür­zes­ter Zeit gäh­nen alle; einer hus­tet und sofort hus­ten alle. So ist es auch an der Bör­se. (André Kos­to­la­ny)

Wahr ist aber auch, dass sich ein auf­ge­schreck­tes Publi­kum (der Wirt­schafts­ak­teur) selbst mit schlech­ten Nachrichten/ Aus­sich­ten kei­nes­falls ger­ne iden­ti­fi­ziert.
Schlech­ten Nach­rich­ten haf­tet eben­so das Merk­mal einer gewis­sen Lang­le­big­keit an. Wir spre­chen dar­über, wir ver­tei­len die­se Infos hek­tisch, ohne im ers­ten Augen­blick die genau­en Hin­ter­grün­de ernst­haft zu reflek­tie­ren. Und genau das kann im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes Lawi­nen aus­lö­sen. Im Augen­blick schei­nen die Märk­te nicht auf die­se Initi­al­zün­dung abzu­fah­ren. Nichts­des­to­trotz bleibt da ein Gespenst, das ent­we­der sehr schnell aus den Köp­fen ver­schwin­det oder wei­te­re Anhän­ger fin­det.

Die Zeit ist über­aus ‘güns­tig’ für Hiobs­bot­schaf­ten

Wäh­rungs­schwan­kun­gen, hohe Staats­ver­schul­dun­gen – Kri­sen wohin das Auge reicht. Alle­samt ‘gute’ Vor­bo­ten für das pro­phe­zei­te Hor­ror­sze­na­rio eines Bör­sen­crash?
Die Wahr­heit liegt wie immer irgend­wo dazwi­schen. In spä­tes­tens 12 Mona­ten kön­nen wir uns auf­ma­chen, die Din­ge retro­spek­tiv zu betrach­ten, auf­zu­ar­bei­ten und Leh­ren für die Zukunft abzu­lei­ten.

Wie schnell kön­nen wir uns mani­pu­lie­ren las­sen?

Bezo­gen auf die­sen Fall, lässt sich fest­hal­ten:

  • Jede Gra­fik, jeder Chart kann mit ein­fachs­ten Mit­teln nach den eige­nen Wün­schen ska­liert – oder bes­ser aus­ge­rückt: mani­pu­liert – wer­den,  sodass dabei alles was sie wol­len her­aus kommt.
  • Eine rück­bli­cken­de Betrach­tung und die unmit­tel­ba­re Ver­knüp­fung mit gegen­wär­ti­gen oder sogar zukünf­ti­gen Ent­wick­lun­gen lässt sich dem Grun­de nach nicht her­lei­ten.

Social-Media

Der Hash­tag: #black­fri­day lan­cier­te zumin­dest im Topsy-Ran­king, in der 7‑Ta­ges-Rück­schau, auf Platz 69.
Beob­ach­tet man den Social-Media-Traf­fic, scheint auch hier Ruhe ein­ge­kehrt zu sein.

Fazit

Die Schlag­zei­len gin­gen in allen Medi­en um die Welt. Hier­zu­lan­de berich­te­ten die FAZ, die WELT, das Han­dels­blatt etc. Kaum ein Medi­um, was das The­ma nicht beleuch­tet.
Indes haben sich sich Wogen geglät­tet und ich ver­mag nicht beur­tei­len zu kön­nen ob Gewief­te am Werk waren, um die Bör­sen zu gei­ßeln.

Für wei­te­re Fra­gen hin­ter­las­sen Sie mir bit­te am Ende des Bei­trags einen Kom­men­tar oder Sie ver­ein­ba­ren direkt ein kos­ten­frei­es Erst­ge­spräch. Alter­na­tiv kön­nen Sie sich per Direkt­nach­richt (oder Mit­tels Kon­takt­for­mu­lar) mit mir in Ver­bin­dung set­zen.

In jedem Fall erhal­ten Sie schnellst mög­lich eine Ant­wort von mir.

Mit den bes­ten Grü­ßen
Chris­ti­an Ulrich LL.B., M.A.

Tags: BlackFriday, Börse, Chart of Doom, Marktmanipulation,

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