ServicesVersicherungen

Wenn Lichterglanz zur Gefahr wird: Feuerschäden in der Adventszeit nehmen zu!

Keine Kommentare

Advent, Weihnachten, Silvester – die besinnlichste Zeit des Jahres bringt Gemütlichkeit, Wärme und stimmungsvolle Dekoration. Doch genau dieser Lichterglanz birgt erhebliche Risiken: In der Advents- und Weihnachtszeit steigt die Zahl der gemeldeten Feuerschäden spürbar an. Was viele unterschätzen: Auch wenn die Zahl der Brände sinkt, nehmen die Schadenhöhen kontinuierlich zu.

Für Versicherte kann ein Wohnungsbrand schnell zum finanziellen Desaster werden. Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen bieten hier wichtigen Schutz – doch nicht jeder Vertrag leistet bei grober Fahrlässigkeit oder unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Deshalb ist es entscheidend, frühzeitig auf das Risiko aufmerksam zu machen und den eigenen Versicherungsschutz zu prüfen.

Erhöhte Brandgefahr in der Adventszeit

Die Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen es deutlich: Jedes Jahr kommt es im Zeitraum zwischen dem 1. Advent und dem Jahreswechsel zu Tausenden zusätzlichen Feuerschäden. Im Jahr 2024 wurden rund 6.000 zusätzliche Brände gemeldet – häufig ausgelöst durch:

  • brennende Adventskränze und Weihnachtsbäume
  • unbeaufsichtigte Kerzen
  • defekte Lichterketten
  • Silvesterraketen auf Balkonen oder Dachterrassen

Dabei ist ein langfristiger Trend erkennbar: Während die Anzahl der Brandfälle in den letzten 20 Jahren zurückging, steigen die Kosten pro Schadenfall immer weiter an.

Steigende Kosten trotz rückläufiger Fallzahlen

Die Versicherungswirtschaft zahlte 2024 rund 31 Millionen Euro für Schäden, die in der Advents- und Weihnachtszeit entstanden sind – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren (27 Mio. Euro in 2023, 23 Mio. Euro in 2022).

Ursachen für die steigenden Schadensummen:

  • Moderne, hochwertige Einrichtung mit hohem Wiederbeschaffungswert
  • Teure Unterhaltungselektronik und Smart-Home-Technik
  • Dicht bebaute Wohngebiete, in denen Brände schneller auf Nachbarwohnungen übergreifen
  • Größere Schadenkomplexe, z. B. bei Hausbränden mit Folgeschäden an Leitungen oder Fassade
  • Durchschnittlicher Feuerschaden erreicht neuen Höchststand

Im Jahr 2024 lag der durchschnittliche Schadenbetrag bei etwa 4.900 Euro – ein neuer Rekordwert. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag der Durchschnitt noch bei rund 2.500 Euro. Damit hat sich die durchschnittliche Schadenhöhe innerhalb von 16 Jahren nahezu verdoppelt.
Besonders betroffen sind Haushalte mit hochwertiger Einrichtung, offenen Wohnbereichen und wenig Trennung zwischen Küche und Wohnzimmer – hier kann ein kleines Feuer schnell große Auswirkungen haben.

So beugen Sie Feuerschäden in der Adventszeit vor

Die gute Nachricht: Viele Brände lassen sich durch einfache Maßnahmen vermeiden. Empfehlenswert sind:

  • LED-Kerzen statt echter Kerzen – besonders auf trockenen Adventskränzen und Weihnachtsbäumen
  • Echte Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen – auch nicht für wenige Minuten
  • Sicherheitsabstand zu Vorhängen, Deko und Papiermaterialien
  • Adventskränze regelmäßig befeuchten oder rechtzeitig austauschen
  • Rauchmelder regelmäßig überprüfen – auch die Batterie
  • Balkone vor Silvester freiräumen und brennbare Gegenstände sichern

Warum der richtige Versicherungsschutz entscheidend ist

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zum Brand kommen. Dann ist ein leistungsstarker Versicherungsschutz Gold wert – insbesondere bei Schäden, die auf menschliches Versagen zurückzuführen sind.

Hausratversicherung

Sie übernimmt die Kosten für:

  • zerstörte oder beschädigte Möbel
  • Kleidung und persönliche Gegenstände
  • Elektronikgeräte und Haushaltsausstattung
  • Wiederbeschaffung und Wiederherstellung nach einem Totalschaden

Wohngebäudeversicherung

Diese deckt Schäden am Gebäude selbst, darunter:

  • Mauerwerk und Dach
  • Fenster, Türen, Heizungs- und Sanitäranlagen
  • fest verbautes Inventar
  • Renovierungskosten nach Brand- oder Löschwasserschäden

Wichtig: Achten Sie auf Tarife, die auch bei grober Fahrlässigkeit leisten – zum Beispiel bei unbeaufsichtigten Kerzen oder vergessenen Herdplatten. Nicht alle Versicherer schließen diesen Schutz automatisch ein.

Fazit: Rechtzeitig vorsorgen – und unbeschwert feiern

Die Adventszeit soll eine Zeit der Ruhe, Besinnlichkeit und Freude sein. Damit sie nicht in einem Brandschaden endet, ist vorsichtiges Verhalten im Alltag ebenso wichtig wie der richtige Versicherungsschutz im Ernstfall.

Lassen Sie Ihre Hausrat- und Wohngebäudeversicherung jetzt überprüfen. Ich helfe Ihnen gerne dabei, den passenden Schutz für Ihre Immobilie und Ihr Hab und Gut zu finden – damit Sie sorgenfrei durch die Feiertage kommen.

Kontaktieren Sie mich für eine unverbindliche Beratung.

Mit besten Grüßen
Christian Ulrich LL.B., M.A.

Tags: Adventszeit, Brandgefahr, Brandschaden, Brandschutz, Feiertage Sicher, Feuerschäden, Grobe Fahrlässigkeit, Hausratversicherung, Kerzenlicht, Prävention, Rauchmelder, Sachversicherung, Schadenprävention, Sicherheit Zuhause, Versicherungsschutz, Versicherungstipps, Weihnachtsdeko, Weihnachtszeit, Wohngebäudeversicherung, Wohnungsbrand, Zuhause Absichern

Weitere Infos

Fahrerschutz in der Kfz-Versicherung: Warum auch der Fahrer abgesichert sein sollte!
Urlaubszeit zwischen Weihnachten und Neujahr: Erreichbarkeit und Ausblick auf 2026!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

sechzehn − zwölf =

nachhaltig. transparent. erklärt.