Versicherungen

Arbeits­un­fä­hig­keit absi­chern: War­um ein Kran­ken­ta­ge­geld so wich­tig ist!

Ein län­ge­rer krank­heits­be­ding­ter Aus­fall kann für Arbeit­neh­mer erheb­li­che finan­zi­el­le Fol­gen haben. Zwar ist die Ent­gelt­fort­zah­lung in den ers­ten Wochen gesetz­lich gere­gelt – doch spä­tes­tens ab der sieb­ten Woche ent­steht eine spür­ba­re Ein­kom­mens­lü­cke. Um die­se Lücke zu schlie­ßen, ist ein bedarfs­ge­rech­tes Kran­ken­ta­ge­geld eine sinn­vol­le und oft not­wen­di­ge Ergän­zung zur gesetz­li­chen Absi­che­rung.

Was pas­siert bei län­ge­rer Arbeits­un­fä­hig­keit?

Im Krank­heits­fall erhal­ten gesetz­lich ver­si­cher­te Arbeit­neh­mer in der Regel:

  • 6 Wochen lang vol­le Lohn­fort­zah­lung durch den Arbeit­ge­ber (nach §3 Ent­gelt­fort­zah­lungs­ge­setz)
  • Anschlie­ßend Kran­ken­geld durch die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se

Doch das Kran­ken­geld der GKV deckt nur ca. 78 Pro­zent des letz­ten Brut­to­ge­halts – höchs­tens jedoch 90 Pro­zent des Net­to­ein­kom­mens, abzüg­lich Bei­trä­gen zur Renten‑, Pfle­ge- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung. In der Pra­xis bedeu­tet das: Ein Ver­dienst­aus­fall von rund 22 Pro­zent, der schnell zur Belas­tung wird – beson­ders bei lau­fen­den Fix­kos­ten, Kre­di­ten oder bei der Fami­li­en­ver­sor­gung.

Kran­ken­geld vs. Kran­ken­ta­ge­geld – wo liegt der Unter­schied?

Leis­tung Gesetz­li­che Kran­ken­kas­se (GKV) Pri­va­te Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung (PKV)
Beginn der Leis­tung Ab der 7. Woche Je nach Tarif – oft ab dem 43. Tag oder frü­her
Höhe der Zah­lung Max. 70 % des Brut­tos, höchs­tens 90 % des Net­to­ein­kom­mens Ver­trag­lich frei wähl­bar (bis Net­to­ein­kom­men)
Abzü­ge Bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung Kei­ne Abzü­ge
Leis­tungs­dau­er Max. 78 Wochen je Krank­heit (inner­halb von 3 Jah­ren) Ohne zeit­li­che Begren­zung bei fort­be­stehen­der Arbeits­un­fä­hig­keit
Ziel­grup­pe Pflicht­ver­si­cher­te Arbeit­neh­mer GKV-Ver­si­cher­te mit Zusatz­schutz oder pri­vat Voll­ver­si­cher­te

Wer braucht ein Kran­ken­ta­ge­geld?

Ein bedarfs­ge­rech­tes Kran­ken­ta­ge­geld ist vor allem für fol­gen­de Per­so­nen­grup­pen rele­vant:

  1. Ange­stell­te mit mitt­le­rem bis hohem Ein­kom­men

Je höher das Ein­kom­men, des­to grö­ßer fällt die Lücke zwi­schen Kran­ken­geld und Net­to­lohn aus. Ab einem Net­to­ein­kom­men von ca. 2.500 Euro kann der monat­li­che Ver­lust meh­re­re hun­dert Euro betra­gen.

  1. Pri­vat Ver­si­cher­te

Die PKV leis­tet kein gesetz­li­ches Kran­ken­geld, son­dern zahlt Kran­ken­ta­ge­geld gemäß Tarif – häu­fig in deut­lich fle­xi­ble­rer und leis­tungs­stär­ke­rer Form. Daher ist ein pas­sen­der Tarif unbe­dingt not­wen­dig.

  1. Selbst­stän­di­ge & Frei­be­ruf­ler

Sie erhal­ten im Regel­fall kei­ne Lohn­fort­zah­lung und kein gesetz­li­ches Kran­ken­geld – nur mit einem pri­va­ten Kran­ken­ta­ge­geld-Tarif kön­nen sie Ein­kom­mens­aus­fäl­le absi­chern.

Vor­tei­le eines pri­va­ten Kran­ken­ta­ge­gel­des

  • Schlie­ßung der Ein­kom­mens­lü­cke bei län­ge­rer Arbeits­un­fä­hig­keit
  • Vol­le Pla­nungs­si­cher­heit bei lau­fen­den Aus­ga­ben
  • Fle­xi­bler Leis­tungs­be­ginn (z. B. ab dem 43. Tag oder frü­her)
  • Unbe­grenz­te Leis­tungs­dau­er bei fort­ge­setz­ter Krank­schrei­bung
  • Indi­vi­du­ell ver­ein­ba­re Tages­sät­ze, ange­passt an das Net­to­ein­kom­men
  • Zusätz­li­che Optio­nen: Absi­che­rung von Ren­ten- oder Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen

Fazit: Ein­kom­mens­schutz ist Exis­tenz­schutz

Vie­le Arbeit­neh­mer und Selbst­stän­di­ge unter­schät­zen das Risi­ko einer län­ge­ren Arbeits­un­fä­hig­keit. Dabei ist klar: Schon nach weni­gen Wochen Krank­heit ent­ste­hen finan­zi­el­le Ein­bu­ßen, die ohne pas­sen­den Schutz gra­vie­ren­de Fol­gen haben kön­nen.

Ein indi­vi­du­ell ange­pass­tes Kran­ken­ta­ge­geld schließt die­se Lücke zuver­läs­sig. Es bie­tet Sicher­heit, wenn das Ein­kom­men aus­bleibt – sei es durch Krank­heit oder Unfall. Wer recht­zei­tig vor­sorgt, kann sich auch in schwie­ri­gen Lebens­pha­sen auf ein sta­bi­les finan­zi­el­les Fun­da­ment ver­las­sen.

Nut­zen Sie jetzt die Gele­gen­heit, Ihre Absi­che­rung zu prü­fen. Ich hel­fe Ihnen gern dabei, den pas­sen­den Schutz für Ihre Lebens­si­tua­ti­on zu fin­den.

Kon­tak­tie­ren Sie mich für eine unver­bind­li­che Bera­tung.

Mit bes­ten Grü­ßen
Chris­ti­an Ulrich LL.B., M.A.

 

Tags: Angestellte, Arbeitsunfähigkeit, Einkommensschutz, Entgeltfortzahlungsgesetz, Existenzschutz, Freiberufler, GKV, Krankentagegeld, Lohnfortzahlung, Privat Versicherte, Selbstständige, Verdienstausfall

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